Die Exposition "Aus der Geschichte und der Kultur der freien Königsstadt Trenčín und des ehemaligen Trenčíner Gaus" befindet sich auf dem1.Stockwerck des Trenčíner Museums, im so genanten Gauhaus. Die einzelnen Abteilungen der Exposition sind den Naturwissenschaften, der Kunstgeschichte, der Geschichte, der Archäologie und der Volkskunde gewidmet und eine Abteilung macht die Besucher mit der reichen Geschichte und den Traditionen der Trenčín Region bekannt.
Die Leitung des Museum hat sich für die polyfunktionale Ausnutzung des
so genanten Kongregationsraums entschlossen, wo Exponate der Kunst und
der Geschichte der Stadt Trenčín und des ehemaligen Trenčíner Gaus
ihren Platz haben. Der freie Platz in der Mitte ist für die
Organisation kultureller Veranstaltungen, z.B. Musikveranstaltungen
bestimmt. Von den Kunstexponaten ziehen bestimmt ihre Aufmerksamkeit
die Porträts ehemaliger Gauleiter und Gaubeamter, die meistens in
Lebensgröße gemalt sind. Meiste von ihnen malten hervorragende Meister
ihrer Zeit, wie z.B. M. Barabás, der offizielle Porträtist des obersten
ungarischen Adels auch der Hof- und Gaubeamter.
Das repräsentative Porträt des Mathias Čák von Trenčín, von dem Zipser
Maler Theodor Boemm, gehört bestimmt zu den besten Porträts dieses
mächtigen Magnaten. Den Kunsthandwerksbereich repräsentiert z.B. eine
kleine, aber hochwertige Kollektion historischer Uhren, von denen die
älteste eine aus dem 17.Jahrhundert stammende bemalte barocke Eisenuhr
des so genanten "Luzerntyps" ist. Die zweiteiligen Vasen aus einem
Rosaglas mit einem gravierten Porträtdekor wurden in einer heute längst
nicht existierten Glasfabrik in Uhrovec für die Landesaustellung
gefertigt, die im Jahr 1885 in Budapest veranstaltet wurde.
Von den nächsten Exponaten kann man noch einen barocken
Majolikablumentopf aus der Ilešházi dubnicauer Residenz (Dubnica nad
Váhom eine Stadt in der nähe von Trenčín), Habaner Keramik, Zinnteller,
Fächer oder geschnitzte Pfeifen gemacht aus dem Meerschaum erwähnen.

Beträchtliche Beachtung verdient der Nachlass des Papsts Lev XIII.
(1878-1903), der ein großer kirchlicher Reformator war. Der glückselige
Papst Pius X. schenkte der Trenčíner Musealen Gemeinschaft reich
bestickte Schuhe, einen Kollar und einen seidenen Pileolus. Die
einleitende, naturwissenschaftliche Abteilung der Exposition ist der
Geschichte der vielseitigen Persönlichkeit des Dr. Karol Brančík, den
Gründer und ersten Direktor des Trenčíner Museums und der im Jahr 1877
gegründeten Naturwissenschaftlichen Gemeinschaft des Trenčíner Gaus
gewidmet.
Diese Abteilung enthält authentische Gegendstände und Naturalien aus
der reichen Sammlung des Direktors Brančík, außer anderen mehr als 700
Exemplare von Schmetterlingen und anderen Insekten, dann schriftliche
und totografische Dokumentation, originelle Insektenzeichnungen,
Naturalien und Landesmotiven aus den Reisen des Direktors Brančík.

In der Archäologieabteilung bekommt der Besucher einen soliden
Überblick über mehrere Funde und archäologische Lokalitäten der
Trenčíner Region von der Urzeit bis zu dem Frühmittelalter. Weitere
ausgestellten Exponate, die hier zu sehen sind, sind die Steinindustrie
des urzeitigen Menschen, keramische Gefäße, Urnen, Kupfer- und
Bronzewaffen, Werkzeuge und Schmucke, Produkte der früheren Eisenzeit,
römische Funde, Münzen, Grabbeilagen, slawische Waffen und Sporen der
großmährischen Reiter. In dem letzten Raum befindet sich eine
landeskundliche Ausstellung. Eine nicht große, jedoch charakteristische
Sammlung der Volkskleider repräsentiert eine typische Tracht aus der
Trenčín Umgebung. Die Sammlung der folkloristischen Kunst- und
Nutzkeramik dokumentiert charakteristische Merkmale der Trenčíner
Keramik, wie auch das eigenwillige regionale Kunstphänomen. Bedeutender
Bestandteil der Ausstellung bildet auch eine reiche
Glasmalereikollektion und eine Sammlung hölzerner sakralen Plastiken,
die vorerst aus den sehr beliebten Motiven der Mutter Gottes, ein
charakteristischer Typ der Pietät, und einen wertvollen, mehrmals
publizierten Christus Korpus am Kreuz bestehen. Eine Bereicherung für
die Sammlung sind auch zwei große hölzernen Figuralbienenstocke.